Ausgabe 3_2016
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Zwei internationale Top-Sport-Events liegen hinter uns: Die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich sowie die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Über beiden Veranstaltungen hing das unsägliche Damoklesschwert unserer Zeit, die Terrorangst. Glücklicherweise wurden weder Frankreich während der Europameisterschaft noch Rio im Rahmen von Olympia von Anschlägen getroffen. Es schien, als würde sich 2016 die Geschichte der Olympischen Spiele der Antike wiederholen. Während der Spiele ruhten jeweils alle kriegerischen Handlungen; es herrschte «Olympischer Waffenstillstand». Daran schienen sich nun auch die Terroristen der Moderne zu orientieren. Nur kurz nach Abschluss der Fussball-Europameisterschaft war der Terror dann aber wieder allgegenwärtig. Beispielsweise in Nizza. Die Wahnsinnstat in der französischen Mittelmeerstadt nur kurz nach Abschluss des UEFA-Turniers liess erahnen, wie sich eine solche Attacke auf einen Sport-Grossanlass hätte auswirken können. Auf der ganzen Welt wurde hautnah gewahr, dass der Sport kein Inseldasein fristet, sondern den Gefahren der ungezügelten Globalisierung ausgesetzt ist; auch er ist verwundbar geworden. Die Zeit der «Sommermärchen» im Zusammenhang mit dem Sport mit unbeschwertem Feiern, exzessiver, kollektiv zelebrierter Freude und multi-kultureller Verbrüderung anlässlich von «Public-Viewing-Veranstaltungen» gehört definitiv der Vergangenheit an.